Falls Sie mehr über mich erfahren wollen, lesen Sie einfach weiter ...


Das Licht dieser Welt erblickte ich am 10. Februar 1963 in Überlingen am Bodensee.

Im zarten Alter von acht Jahren, also 1971, erhielt ich meinen ersten Reitunterricht auf Isländern. Die waren auf einem so genannten – und damals noch ungewöhnlich anmutenden – „Öko-Hof“ in Offenstallhaltung und im Herdenverband untergebracht, was meine Auffassung von einer „artgerechten Haltung“ bis heute geprägt hat. Diese erste Reitausbildung erfolgte im „klassischen Stil“.

Mit Unterstützung meiner Eltern gelang es mir noch im selben Jahr, eine Ponystute und deren Tochter vor dem Schlachter zu retten, so dass ich unversehens zur „stolzen Pferdebesitzerin“ wurde. Schon im darauf folgenden Jahr komplettierte eine Traber-Stute meine kleine Herde, die auf dem elterlichen Hof untergebracht werden konnte.

Die Durchführung der Basisversorgung dieser Pferde wurde für mich ebenso selbstverständlich wie der tägliche Ausritt, den ich – zum Leidwesen und Entsetzen meiner Mutter – oft alleine unternahm.


Dieses „fröhliche Reiterleben“ fand 1980 ein jähes Ende, als für mich nach meiner Schulzeit meine Ausbildung zur Arzthelferin begann und mir mein Beruf auch in den folgenden Jahren nicht mehr ausreichend Zeit ließ, mich in der notwendigen Art und Weise um meine Pferde zu kümmern.

Nachdem ich meine berufliche Ausbildung 1982 abgeschlossen und mehrere Jahre in diesem Beruf gearbeitet hatte, begann ich 1989 meine Ausbildung zur Psychiatriekrankenschwester in Schaffhausen in der Schweiz. Diese räumliche Trennung von meiner Heimat erlaubte mir nur noch gelegentliche Besuche bei meiner inzwischen alten Stute, während meine ebenfalls pferdebegeisterte Schwester Gabi die Pferde zu Hause versorgte.


Als dann 1990 meine alte und treue Stute starb, entschloss ich mich, die Reiterei (zunächst) aufzugeben.

Nachdem ich 1989 meine Abschlussprüfung als Psychiatriekrankenschwester abgelegt hatte, arbeitete ich in der Rehabilitationsstation des Psychiatriezentrums Schaffhausen und absolvierte eine berufsbegleitende Zusatzausbildung in Sozialpsychiatrie in Zürich, die ich 1994 abschloss.

Aus privaten Gründen verlegte ich 1997 meinen Wohnsitz nach Dresden und fand hier Arbeit als Fachschwester für Psychiatrie im Uniklinikum Dresden – Klinik für Psychosomatik und Psychotherapie. Dort übernahm ich 1999 die Stationsleitung und den Aufbau des Pflegebereiches der Klinik mit stationärem und tagesklinischem Bereich.

Da mich in all den Jahren der „Pferdevirus“ jedoch nicht aus seinen Klauen gelassen hatte, besuchte ich verschiedene Reitställe im Großraum Dresden und musste dabei feststellen, dass die Offenstallhaltung in jener Zeit hier noch nicht sehr verbreitet war. Im Frühjahr 2002 war es dann soweit: direkt an der Elbe in Radebeul entdeckte ich einen Offenstall mit Reitangebot und meine Freude war RIESENGROSS! Ich begann wieder regelmäßig zu reiten – nunmehr im Western-Stil – und habe bald darauf wieder jede freie Minute bei den Pferden verbracht.

So kam es dann doch dazu, wovon so viele Pferdefreunde träumen: Mein Mann und ich verschrieben uns ganz den Pferden, kauften die Missouri Fox Trotter Stute „Dusty“, kurz darauf kam die Norweger-Stute „Loni“ dazu und wir halfen einer - ebenfalls pferdeverrückten - befreundeten Familie, deren Hof zu renovieren. Mit Anita Stößer habe ich dann 2003 bis 2005 den „Hof Andrä, Missouri Fox Trotter Gestüt Sachsen“, in Neukirchen/Krs. Freiberg in „pferdetechnischer Hinsicht“ gemeinsam aufgebaut.

Begleitend zu meiner Arbeit auf dem Gestüt absolvierte ich die Ausbildung zur Reittherapeutin, die ich im Februar 2006 erfolgreich abschloss.

Neben der Ausbildung meiner beiden Pferde „Foxfire´s Golden Stardust“ („Dusty“) und „Loni“ zu Therapiepferden, nahm die Basisversorgung und Ausbildung der Gangpferde vom Tag der Geburt bis zum Reitpferd einen hohen Stellenwert in meinem Alltag auf dem Gestüt ein. Außerdem erteilte ich Reitunterricht und gestaltete zwei kleine förderpädagogische Gruppen für Kinder im Alter zwischen drei und sechs Jahren.


 

Um mehr Zeit für meine eigentliche Berufung - das Therapeutische Reiten - zu gewinnen, entschloss ich mich Ende 2005, aus dem Gestüt auszusteigen und den Standort der Pferde und auch meinen privaten Lebensraum nach Dresden-Langebrück zu verlegen, um mich mit meinen Tieren ausschließlich dem Therapeutischen Reiten zu widmen.


 

Inzwischen kann ich auf ein stetiges Wachstum meines kleinen Unternehmens zurückblicken. Wesentlichen Anteil an der Entwicklung hatte dabei meine Berufskollegin Jana Siebenbrodt, die ebenfalls ausgebildete Reittherapeutin ist und mich als freie Mitarbeiterin seit 2010 tatkräftig unterstützt. Gerne räume ich ihr deshalb an dieser Stelle die Möglichkeit ein, sich Ihnen selbst vorzustellen: 

Hallo!
Ich bin Jana Siebenbrodt. In die sichtbare Welt bin ich im Jahre 1975 geschlüpft in Halle an der Saale. In frühester Kindheit, ich konnte kaum auf den eigenen Füßen stehen, haben mich meine Eltern zum Spaß auf einen dicken Kaltblüter gesetzt. Seither bin ich süchtig nach dem Duft der Pferde und ihren weichen Nasen. Mit neun Jahren durfte ich zum Voltigieren und später dann auch frei Reiten lernen. Seit dem hab ich den Mantel aus Pferdeduft nicht wieder ausgezogen. In meiner Freizeit bin ich viele verschiedene Pferde geritten und habe sie mit versorgt. Auch gereist und fremde Länder erkundet habe ich zu Pferd.

Gelernt und studiert habe ich dann trotzdem Vermessung. Auch jetzt verdiene ich mein Brot und das Dach überm Kopf als Ingenieur in einer Firma, die Vermessungssoftware entwickelt. Seit etwa fünf Jahren beschäftige ich mich mit der therapeutischen Arbeit mit Pferden. Kennengelernt habe ich diese Arbeit im Sudan, wo ich anderthalb Jahre als Ingenieur tätig war und auf Pferde nicht verzichten wollte. Dort in Khartum lernte ich die engagierte Britin Jane-Ann Khalid kennen, die mit Miracles Sudan ein Reittherapeutisches Projekt gestartet hatte. Hier konnte ich ehrenamtlich neben meinem techniklastigen Hauptberuf mit Pferden arbeiten und gleichzeitig mit körperlich beeinträchtigten Kindern die Freude am Reiten und Getragenwerden teilen. Die strahlenden Augen und das Lächeln werde ich nie vergessen, genauso wenig wie die Dankbarkeit der Eltern.

Zurück in Deutschland und in Dresden machte ich mich auf die Suche nach einer Möglichkeit, auch hier weiter reittherapeutisch zu arbeiten und lernte im Januar 2007 Barbara Schrodin kennen. Da ich mehr und intensiver über die therapeutische Arbeit mit Mensch und Pferd lernen wollte, suchte ich nach einem geeigneten Ausbildungsprogramm und fand dies beim PIRT. Die Ausbildung dauerte zweieinhalb Jahre. Mein Praktikum für diese Ausbildung und viele Stunden darüber hinaus habe ich bei Barbara und mit ihren bestens ausgebildeten Therapiepferden verbracht. Zunächst half ich die Samstagnachmittage, später auch einen Nachmittag in der Woche. Ich lernte und lerne viel von Loni, Dusty, Melasol, Benito, von Barbara und vor allem von den Menschen, die zu uns in die Therapie kommen. Im Sommer 2009 habe ich zusätzlich in Heise (in der Nähe von Bremen) für drei Wochen in die therapeutische Arbeit zweier Ergotherapeutinnen (www.hofisegrim.de, www.cavaletta.com) hinein geschnuppert, um zusätzliche Erfahrungen zu sammeln.

Im Oktober 2010 habe ich meine Ausbildung erfolgreich abgeschlossen und bin nun zertifizierte Reittherapeutin. Es ist mir eine große Freude weiter mit Barbara und dem vierbeinigen Team zusammenzuarbeiten.